Du willst deine Essstörung besiegen und hinter dir lassen? Das solltest du wissen.

20.12.2020

Du steckst mitten in einer Essstörung und wünscht dir nichts sehnlicher als aus dem Teufelskreis auszusteigen und deine Essstörung zu besiegen? In dem heutigen Artikel möchte ich Dir einige Tipps geben, die Dir helfen können Deine Essstörung hinter Dir zu lassen.

Das Essen ist nicht das Problem

Viele nehmen im ersten Moment an, dass das Essen das Problem ist. Das Essen ist aber nur die Bewältigungsstrategie, um das eigentliche Problem zu schützen. Das Problem liegt viel tiefer. Auch wenn man es sich wünscht, kann man nicht von heute auf morgen die Essstörung heilen. Es ist ein langer Prozess, an dem man stetig arbeiten muss. Du musst dich dabei mit dir auseinandersetzen und zwar nur mit dir. Du musst dich zu dem wichtigsten Menschen in deinem Leben machen. Wahrscheinlich denkst du jetzt, dass ich spinne. Aber nein, es ist wirklich so, denn durch das geringe Selbstwertgefühl, was Betroffene oftmals haben, denkt man in erster Linie nicht an sich selbst. Aber das muss sich ändern.

Konzentriere dich also auf dich und nimm dir Zeit für dich. Vereinbare wöchentliche Dates mit dir und mache an den Tagen etwas Schönes. Geh ins Café, ins Kino (jaa ins Kino und es interessiert niemanden, ob du alleine dort bist, oder nicht; Ich habe es selbst ausprobiert), koche dir etwas Leckeres, buche dir einen Frisörtermin. Du darfst machen, was du möchtest, aber mache es. Und zwar nur mit dir alleine! Ich weiß, dass viele Sachen, aufgrund des Lockdowns momentan nicht möglich sind, aber es gibt Alternativen. Gehe raus in die Natur, schaue deine Lieblingsserie, gönne dir einen Beauty-Tag, mache einen Online Yoga Kurs o.ä. Finde keine Ausreden, es gibt immer Möglichkeiten.

Löse Deine negativen Glaubenssätze auf!

Negative Glaubenssätze hindern uns in unserem alltäglichen Leben. Durch sie haben wir Bewältigungsstrategien entwickelt, um die Glaubenssätze nicht zu sehr an uns heran zu lassen. Kurz gesagt, damit wir unseren Alltag absolvieren können. Die meisten von uns tragen negative Glaubenssätze aus der Vergangenheit mit sich herum. Meistens gibt es auch einen Kernglaubenssatz, der besonders stark in vielen Situation zum Vorschein kommt. Auch ich habe mich in meiner Recovery mit meinen Glaubenssätzen auseinandergesetzt. Denn genau durch die Glaubenssätze ist letztendlich meine Essstörung entstanden.

Nachfolgend drei Glaubenssätze als Beispiel aus meiner Vergangenheit:

„Ich bin nicht liebenswert.“

„Ich muss perfekt sein.“

„Ich bin falsch.“

Mein Kernglaubenssatz war jedoch: „Was sollen wohl die anderen denken?“ In unserer Familie war das die höchste Priorität. Es war wichtiger was andere denken könnten, als die eigenen Gedanken. Das hatte sich so tief und fest in mir verankert, dass jede meiner Entscheidung unter diesem Kernglaubenssatz geprüft wurde. Somit liegt es auf der Hand, dass ich in den meisten Fällen nicht zugunsten von mir, sondern von den anderen entschieden habe.

Dies ist ein Grund, warum ich krank geworden bin. Aber ich habe mich meiner Vergangenheit und meinen Glaubenssätzen gestellt und diese aufgelöst. Ich treffe Entscheidungen jetzt nicht mehr für den Aspekt, was andere denken könnten, sondern wie es mir damit am besten geht. Und es ist auch wichtig, dass du dich mit deinen Glaubenssätzen auseinandersetzt, um deine Essstörung zu besiegen und hinter dir zu lassen entwickelt. Du wirst feststellen, was deine Glaubenssätze sind, deine Bewältigungsstrategien und wie du diese auflösen kannst.

Der Notfallkoffer

Es gibt sowohl gute, als auch schlechte Momente. Während du dich auf deinem Heilungsweg befindest, muss man sich nichts vormachen, gibt es auch schlechte Tage. Und damit du an deinen schlechten Tagen, oder in negativen Momenten nicht völlig verzweifelst, gibt es eine Art „Notfallkoffer“. Mir hat dieser Koffer damals in meiner Recovery unglaublich gut geholfen. Denn ich konnte diesen überall mit hinnehmen und auspacken, wann immer ich ihn brauchte. Jeder Notfallkoffer ist individuell und deswegen solltest du dir auch einen zulegen. Und immer wenn es dir schlecht geht, kannst du diesen Koffer zur Hilfe nehmen. Ich möchte dir einige Beispiele mit auf dem Weg geben, was mir damals geholfen hat. Ich hatte, um ehrlich zu sein, zwei Notfallkoffer. Einmal für mein privates Leben und einmal für die Arbeit.

Mein Notfallkoffer im privaten Bereich:

  • Meditieren
  • Sport zum Auspowern
  • Tanzen
  • Eine Tasse Tee kochen und es mir auf dem Sofa gemütlich machen
  • Mich auf meine Atmung konzentrieren (Das hat mir in besonders starken Weinkrämpfen geholfen)
  • Spazieren in der Natur
  • Mit meinem Freund sprechen

Mein Notfallkoffer im Büro:

  • Mir einen Tee kochen und einige Zeit aus dem Fenster schauen
  • Mich auf meine Atmung konzentrieren
  • Meine Gedanken aufschreiben
  • Eine kleine Runde draußen an der frischen Luft spazieren

Oftmals war ich gefangen in meiner Negativspirale und wollte auch gar nicht daraus kommen. Es ist nicht einfach, sich in den Momenten, wenn es einem nicht gut geht, sich an den Notfallkoffer zu erinnern. Aber denke daran, wie viel besser es dir danach gehen wird. Versuche dich auf das Gefühl, wie es dir nach deinem Negativmoment gehen wird, zu konzentrieren und dann raffe dich auf und nimm dir deinen Koffer zur Hand. Glaube und vertraue mir. Es lohnt sich und wird dir helfen, deine Essstörung nach und nach zu besiegen!

Essstörung besiegen – Der weiße und der schwarze Wolf

Hast du schon einmal etwas von dem weißen und dem schwarzen Wolf gehört? Der schwarze Wolf steht für das böse und negative, wie z.B. Neid, Trauer, Angst, Schuld, Selbstmitleid und vieles mehr. Der weiße Wolf hingegen ist der gute Wolf und steht für Frieden, Liebe, Freundlichkeit, Wahrheit etc. (Die ganze Geschichte findest du hier.) Kurz gesagt geht es darum, dass man den weißen Wolf, im Gegensatz zu dem schwarzen Wolf nähren soll. Ich habe mir damals zur Aufgabe gemacht zwei Aspekte, die mir in meinem Leben nicht gut tun aus meinem Leben zu verbannen und zwei Dinge, die mir gut tun in mein Leben zu integrieren.

Mit diesen zwei Aspekten nähre ich seitdem meinen weißen Wolf:

  • Schlaf
  • Meditation

Während der Zeit in meiner Essstörung habe ich keinen Wert auf meinen Schlaf gelegt. Ich dachte, dass ich nicht mehr als 4 Stunden Schlaf brauche. Aber das ist absoluter Unsinn gewesen. Ich kann jetzt sagen, dass mir Schlaf unter 8 Stunden überhaupt nicht guttut. Ich brauche meinen Schlaf und er ist so erholsam für mich. Seitdem ich das mache, geht es mir sehr viel besser. Zudem habe ich die tägliche Meditation in meinen Alltag mit eingebaut. Jeden Tag meditiere ich mindestens 10 Minuten und nähre so meinen weißen Wolf. Und auch hier muss ich sagen, dass mich diese Momente der Ruhe und Stille so guttun und es mir damit so viel bessergeht. Überlege dir also auch, wie du deinen weißen Wolf nähren kannst, damit es dir von Tag zu Tag bessergehen wird.

Wenn du dir diese 4 Aspekte schon zur Hilfe nimmst, machst du große Schritte in Richtung Heilung und du kannst deine Essstörung besiegen und hinter dir lassen. Gerne kannst du dich auch bei mir melden und wir überlegen uns gemeinsam einen Weg, aus der Essstörung.

Alles Liebe.

Deine Janina

„Du kannst Dir nicht aussuchen wie Du stirbst. Oder wann. Du kannst nur entscheiden wie Du lebst. Jetzt.“

Joan Baez

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