Achtsamkeit, die Lösung bei Problemen mit dem Essen?

23.02.2022

Hallo, meine Liebe. Schön, dass Du auf meinen Blog gefunden hast. Ich möchte Dir in dem heutigen Blog-Artikel einen Einblick zum Thema Achtsamkeit geben.
Zuerst beschreibe ich, was Achtsamkeit überhaupt ist. Danach möchte ich Dir einen Einblick geben, wie Achtsamkeit Dir helfen kann, wenn Du Probleme mit dem Essen hast (z. B. wenn Du ein gestörtes Essverhalten hast, unter emotionalen Essattacken oder einer Essstörung leidest). Zum Abschluss gebe ich Dir noch ein paar Tipps, wie Du achtsam essen kannst.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit bedeutet, dass Du den gegenwärtigen Moment bewusst wahrnimmst, ohne ihn zu bewerten. Das heißt Du entscheidest Dich dafür, Deine Aufmerksamkeit absichtlich auf diesen gegenwärtigen Moment zu lenken und Dich nicht ablenken zu lassen oder mit Deinen Gedanken abzuschweifen. Mit „Gegenwärtigem Moment“ sind auch Deine Gefühle, Gedanken und die Umgebung, in der Du Dich befindest, gemeint (das „Hier und Jetzt“). Wenn Du diesen Moment wahrnimmst, ohne ihn zu bewerten, dann bemerkst Du zwar Deine eigenen Bewertungen (wie zum Beispiel „das ist mir jetzt unangenehm), du gehst auf diese Bewertung jedoch nicht weiter ein, sondern bleibst offen für das, was Du in diesem Moment noch wahrnehmen kannst. Durch diese Praxis kannst Du aus dem Kreislauf austreten, in dem aus Deinen Gedanken und Bewertungen direkt eine Handlung erfolgen muss.

Das Wichtige hierbei ist, im gegenwärtigen Moment zu bleiben. Gleichzeitig ist dies das Schwierige. Der Geist schweift gerne ab in die Zukunft oder in die Vergangenheit. Du vergleichst dann zum Beispiel die aktuelle Situation mit einer vergangen. Oftmals ist dieser Vergleich negativ. Eine negative Erfahrung, die Du in der Vergangenheit gemacht hast, wird sich nicht zwangsläufig wiederholen. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass Du Deine Vergangenheit nicht mehr verändern, sondern nur akzeptieren kannst. Die zweite Option, von Deiner jetzigen Situation abzuschweifen ist, wenn Du in die Zukunft schaust. Dabei stellst Du Dir oftmals vor, wie viel besser alles in der Zukunft sein könnte. Diese Träume von der Zukunft sind schön und wichtig, nur solltest Du nicht vergessen, dafür im „Hier und Jetzt“ etwas zu tun, damit Du sie Dir erfüllen kannst.

Was bedeutet Achtsamkeit im Alltag?

Für Achtsamkeit im Alltag gibt es keine besondere Definition. Zu Beginn des Artikels habe ich Dir bereits erklärt, was mit Achtsamkeit gemeint ist. Mit Achtsamkeit im Alltag ist also gemeint, dass Du ganz alltägliche Dinge, die routiniert und unbewusst ablaufen, wie zum Beispiel essen und Zähneputzen ganz bewusst ausführst. Zusätzlich nimmst Du dabei Deine Gefühle und Gedanken wahr, ohne diese jedoch zu bewerten.

Vielleicht wünschst Du Dir eine Anleitung für achtsames Essen oder für Achtsamkeit im Alltag? Dann beginne doch mit der nachfolgenden Übung „Schmecken“. Dies ist eine einfache Übung für mehr Achtsamkeit im Alltag. Außerdem kannst Du diese Übung als Startpunkt für ein achtsameres Essen nehmen.

Alltagsübung:

Hierfür suchst Du Dir einfach ein Lebensmittel aus, das Du gerne isst. Davon legst Du Dir zwei, drei mundgerecht Stücke auf einen Teller. Zuerst untersuchst Du dieses Lebensmittel so, als ob Du es noch nie gesehen hättest. Dafür nimmst Du es in Deine Hand, riechst daran und schaust Dir die Form und Farbe an.

Danach achtest Du genau darauf, wie es sich anfühlt Deinen Arm und Deine Hand zum Mund zu führen. Achte hierbei darauf welche Muskeln Du spürst und wie es sich anfühlt, wenn das Lebensmittel Deine Zunge berührt. Nimmst Du das Gewicht wahr? Wie schmeckt es? Nimm Dir hier auch erst mal Zeit die Form zu erspüren und fange nach 30- 60 Sekunden an langsam zu kauen.

Verändert sich der Geschmack mit dem Kauen? Was passiert mit der Konsistenz? Kaue gründlich und nehme wahr, wie sich das Verlangen einstellt Dein Essen runterzuschlucken. Spüre, wie es langsam vom Rachen in den Magen wandert. Es geht hier nicht darum, irgendetwas zu erreichen, sondern bei einer Handlung, die absolut banal ist und ohne Nachdenken abläuft, absolut aufmerksam zu sein. Sollten Deine Gedanken während der Übung abschweifen, ist dies kein Problem, sobald Du dies bemerkst, konzentriere Dich einfach wieder auf die Übung.

Fragen, die Du Dir nach der Übung stellen kannst:

• Welche Gedanken kamen auf, als Du Dich nicht auf den Geschmack konzentriert hast?
• Welche Unterschiede sind Dir aufgefallen im Gegensatz zu der Form wie Du sonst isst?

Seit wann gibt es Achtsamkeit?

Die Achtsamkeit hat eine lange Tradition und wurde in den verschiedensten religiösen und spirituellen Kulturen in den letzten Epochen praktiziert. Bereits vor mehr als 2000 Jahren wurde die Wichtigkeit von Achtsamkeit der eigenen Gedanken, Worten und Taten in buddhistischen Schriften thematisiert. Die Buddhisten vertraten damals schon die Meinung, dass ein unachtsamer Geist zu Leiden führen kann.

Dieses Leiden entsteht zum Beispiel dadurch, dass Du versuchst, ein Gefühl zu verdrängen, weil Du es nicht spüren möchtest. Vielleicht möchtest Du ein bestimmtes Gefühl unbedingt erreichen? Du versuchst dieses bestimmte Gefühl zu erreichen, ohne Deine Gefühle im gegenwärtigen Moment wahrzunehmen. Dadurch leidest Du nicht durch das Gefühl an sich, sondern durch Dein Hinterherrennen hinter einem fiktiven Zustand.

Im Buddhismus wurde Achtsamkeit zum Beispiel durch Gebete, Meditation, Bewegungsabläufe oder das Lesen von Texten praktiziert. Dieses Training des Geistes diente unter anderem dazu, den Zustand zu erreichen, der jetzt als achtsam bezeichnet wird. Der Fokus lag hierbei darauf, das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit auf innere und äußere Prozesse zu legen und diese bewusst wahrzunehmen, während sie passieren. Also Ziel war es, im „Hier und Jetzt“ zu sein und nicht gedanklich in die Zukunft oder Vergangenheit abzuschweifen.

Buddha-Achtsamkeit

Warum ist es wichtig im „Hier und Jetzt“ zu sein?

Durch Achtsamkeit bist Du im Stande, Deine Emotionen erst mal wahrzunehmen und im zweiten Schritt zu akzeptieren. Es geht nicht darum, dass Du Dich an die von Dir als gut bewerteten Gefühle klammerst oder ihnen hinterherjagst. Genauso wenig ist es erstrebenswert, negative Emotionen wegzudrücken. Daher ist Achtsamkeit auch so wichtig. Dadurch das Du achtsam bist, kannst Du Deine Emotionen in einem ersten Schritt erstmal wahrnehmen. Falls Du unachtsam bist, bemerkst Du dies gar nicht, sondern fühlst Dich einfach schlecht oder gut.

Durch regelmäßiges Üben von Achtsamkeit wirst Du lernen, Emotionen und körperliche Prozesse wahrzunehmen und auch klar zu deuten. Das heißt Du verlierst Dich nicht mehr in von Dir als negativ bewerteten Gefühlen (50 Ideen um Positive Gedanken zu bekommen). Wenn Du achtsam bist, dann brechen Gefühle nicht mehr einfach so über Dich herein und kontrollieren Dich. Achtsamkeit ist ein wichtiger Baustein, um den Weg aus dem Kerker, indem Dich Deine Gefühle gefangen halten, zu schaffen.

Du kannst lernen, auch unangenehme Erfahrungen hinzunehmen, ohne gegen Sie anzukämpfen oder zu verzweifeln. Dieser Kampf zermürbt Dich und die Zweifel fressen Dich auf. Es geht nicht um Kampf, Durchhalten, Zweifel, sondern um Liebe, Offenheit, Akzeptanz und Vertrauen. Dies geschieht nicht von heute auf morgen. Doch je öfter Du Achtsamkeit übst, desto leichter fällt es Dir eine offene und freundliche Haltung einzunehmen und einfach zu vertrauen. Außerdem wirst Du immer öfter im „Hier und Jetzt“ sein, desto mehr Du übst.

5 Vorteile von Achtsamkeit

  •  Du nimmst Deine Gedanken wahr und hast somit auch mehr Kontrolle über diese. So kannst Du beispielsweise negative Gedanken   reduzieren und denkst positiver.
  •  Wenn Du achtsam bist, dann bist Du öfter im „Hier und Jetzt“.
  •  Durch Achtsamkeit wirst Du unabhängiger von äußeren Faktoren. Du fühlst Dich sicherer und mit Dir Verbunden.
  • Du hast bessere Beziehungen, da Du durch Achtsamkeit mehr im „Hier und Jetzt“ bist und somit auch präsenter. Das heißt Du kannst   Dich auch besser in andere hineinversetzen und andere Menschen nehmen Dich als empathisch wahr.
  •  Du bist weniger gestresst. Ein großer Teil des Stresses entsteht dadurch, dass Du in der Zukunft bist, in der Vergangenheit bist oder   Bewertungen vornimmst.
Frauen-Achtsam

Was habe ich wahrgenommen, als ich erstmals Achtsamkeit praktizierte?

Nachfolgend möchte ich Dir beispielhaft einen Dialog von mir aufschreiben. Diesen habe ich wahrgenommen, als ich anfing, mich bewusst zu beobachten. Zuvor waren mir meine Gedanken und Gefühle gar nicht bewusst. Im ersten Moment war es nicht schön, diese Gedanken und Gefühle so bewusst wahrzunehmen. Rückblickend bin ich jedoch sehr froh, dass ich mich dieser Aufgaben gestellt habe. Daher kann ich Dir auch sagen, dass es sich lohnt, den Weg zu gehen. Das Leben kann so viel leichter sein, als Du es Dir wahrscheinlich gerade vorstellen kannst.

Mein Dialog:

Das Essen steht vor mir. Ich sage mir, Du kannst das Essen Du möchtest gesund werden. Doch gleichzeitig meldet sich die negative Stimme in mir: „Du willst doch nicht zu nehmen, oder?“

Natürlich will ich nicht zu nehmen denke ich mir….

Ich möchte mein Leben genießen, Spaß haben, in der Gesellschaft von anderen Leuten essen und mich danach nicht übergeben.

Ich möchte ausbrechen aus dem Kerker, indem mich meine Gedanken gefangen halten. Diese kreisen ständig ums Essen, Kalorienzählen, meine Figur oder mein Gewicht.

Andererseits möchte ich die Sicherheit. Doch wenn ich auf mein Essen schaue und ich mir nur vorstelle zu essen und mich danach nicht zu übergeben, merke ich wie sich eine Angst ausbreitet. Ich fühle mich unsicher und ohne Orientierung.

Ich würde mir wünschen, jemand könnte mir sagen, was richtig ist. Kann bitte jemand kommen und mir sagen: „Es ist alles in Ordnung!“ „Du machst alles genau richtig.“ Ich wünsche mir auch, dass ich es dann glauben kann.

Früher wäre mir dies gar nicht aufgefallen. Ich hätte es nicht wahrgenommen. Ich hätte mich einfach abgelenkt. Vielleicht hätte ich noch eine Einheit Sport gemacht oder ich hätte mich einfach vollgefressen, bis ich nichts mehr gespürt hätte. Danach hätte ich mich einfach übergeben.

Anmerkung zum Dialog:

Dies wahrzunehmen war für mich sehr schmerzhaft. Doch dies alles wahrzunehmen, auch wenn es schmerzhaft ist, war ein erster Schritt für mich. Kennst Du diese Gedanken? Hast Du ähnlich Gedanken? Nimmst Du Deine Gefühle schon wahr? Wie achtsam bist Du und in welchen Momenten?

Abschluss und Fazit:

Wenn Du bisher in Deinem Alltag und Deinem Leben unachtsam warst, dann kann Dir Achtsamkeit bei Problemen mit dem Essen helfen. Natürlich ist Achtsamkeit kein Wundermittel, das Dich sofort gesund werden lässt. Allerdings kann ich Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass es für mich ein wichtiger Schritt auf dem Weg Richtung Heilung war.

Dadurch das ich mein Leben achtsamer lebte, konnte ich zu mir selbst finden und herausfinden, wer ich bin und was ich wirklich will. Dies hat mir enorm dabei geholfen, Selbstbewusster zu werden und mehr Selbstwert aufzubauen und mich viel unabhängiger von äußeren Ereignissen zu machen.

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Liebe Grüße

Deine Janina

„Jetzt ist die wichtigste Zeit. Das Jetzt kommt nie wieder.“

Jean-Luc Picard

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