Wie du dein emotionales Essen verstehen kannst

Datum: 15.08.2021

So viele Jahre habe ich nicht verstanden, warum ich unter diesen Essanfällen litt. Es hat mich fertiggemacht, weil ich nach den Gründen suchte, sie aber einfach nicht fand. Damit du nicht auch so viele Jahre suchen musst, wie ich, möchte ich dir gerne diesen Artikel ans Herz legen, wie du dein emotionales Essen verstehen kannst. Jeden Tag kämpfte ich mit Essanfällen. Wenn ich alleine war, sah mein Tag immer gleich aus. Ich kaufte ein und habe den ganzen Tag daraufhin gegessen und erbrochen. Aber auch in Gesellschaft aß ich oft über den Punkt meiner Sättigung hinaus.

Ich kompensierte meine Gefühle durchs Essen. Jahrelang unterdrückte ich sie und ließ sie nicht an die Oberfläche kommen. Das Essen war der Ausdruck, das Ventil meiner Gefühle. Aber das verstand ich jahrelang nicht. Ich wusste nicht, warum ich das Essen so sehr brauchte. Auf diesem Weg probierte ich weiterhin unzählige Diäten aus, testete neue Ernährungspläne, wechselte meine Sportpläne, immer in der Hoffnung, dass es dann endlich aufhören würde. Ich wechselte zudem meine Jobs, auch hier auf der Suche, dass endlich meine Essanfälle aufhören würden. Aber das taten sie nicht. Und ich verstand einfach nicht warum.

Kreislauf des emotionalen Essens

Eines Tages bin ich auf den Kreislauf des emotionalen Essens gestoßen. Damit Du den Kreislauf besser nachvollziehen kannst, habe ich Dir das Nachfolgende Schaubild erstell.

Wie du dein emotionales Essen verstehen kannst_Leide ich an einer Essstörung?

Bei dem Auslöser handelt es sich oftmals um tiefe Themen, die man nicht beachtet hat. Sie sind aber im Unterbewusstsein vorhanden und somit dauerhaft da. Es handelt sich hierbei um tiefe Themen, die sehr wehtun können. Themen wie Überforderung, Stress im Beruf oder privaten Leben, könnten alle eine Form des Auslösers sein. Dieser Auslöser kann zu Gedanken führen, wie „Ich bin nicht wertvoll.“ Auch wenn uns diese Gedanken oftmals gar nicht bewusst sind, kann, dass natürlich alles unterbewusst ablaufen. Die Auslöser sind immer direkt mit den Gedanken verbunden und finden, wie eben schon erwähnt, auf der unterbewussten Ebene statt. Deswegen bist du noch nicht richtig an diesen Punkt rangekommen. Und Gedanken führen immer zu Emotionen und lösen diese aus. Wenn man dann einen Glaubenssatz wie, „Ich bin nicht wertvoll“ hat, kann dieser Stress, Angst, oder Trauer auslösen. Leider bekommen wir oftmals nicht beigebracht, wie man mit diesen Emotionen umzugehen hat. Wenn DU an einer Essstörung leidest findest Du unter dem folgenden Link die Ursachen einer Essstörung. Jeder hat seine eigene Bewältigungsstrategie mit diesem Thema.

Bewältigungsstrategie

Hilfe bei Essstörungen

Und bei uns kommt das Thema Essen so ins Spiel. Essen hat die Macht das Nervensystem zu beruhigen. Vielleicht hattest du mal eine Situation erlebt, in der es dir nicht gut ging und du dann etwas gegessen hast. Und da hat sich dann bereits die erste Verknüpfung in unserem Nervensystem gebildet. „Essen beruhigt mich, wenn es mir nicht gut geht.“ Sobald wir gestresst sind, wird unser Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. Da unser Körper immer versucht Cortisol loszuwerden, sucht sich unser Körper ein Ventil. Und wir haben Essen als dieses Ventil genommen, da wir bereits gelernt haben, dass uns Essen beruhigt. Wenn es uns nicht gut geht, greifen wir also oftmals in erster Linie zum Essen. Es ist deshalb „unlogisch“ nur mit dem Punkt Essen zu arbeiten, weil es keinen Sinn machen würde, da wir mit den anderen Themen arbeiten müssen, um das Thema mit dem Essen auflösen zu können. Wenn deine Emotionen eine große Anspannung hervorrufen, dann ruft es auch Essanfälle hervor.

Wie du dein emotionales Essen verstehen kannst? Beginne Dich zu Unterstützen …

Bevor du anfängst zu essen, versuche inne zu halten, die Augen zu schließen und dir folgende Fragen zu stellen:

  1. Wie fühle ich mich gerade?
  2. Welche Gedanken gehen dir gerade durch den Kopf?

Es kann sein, dass du dich ertappt hast, dass du weiter essen wolltest, obwohl du gar keinen körperlichen Hunger hattest. Vielleicht ist dir auch bewusstgeworden, wie oft du generell, ohne körperliche Hunger zu haben, isst. Es bedeutet, dass man extrem dran arbeiten muss, um mit diesen Symptomen wieder in Kontakt zu kommen. Wenn du was isst, dann versuche damit zu arbeiten. Du wirst immer mehr feststellen und fühlen und alles besser einordnen können. Mit der Zeit wirst du verstehen, warum die Seele Hunger hat, obwohl wir eigentlich gar keinen körperlichen Hunger spüren.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg.

Alles Liebe,

Deine Janina

„Was ohne Ruhepausen geschieht ist nicht von Dauer.“

Ovid

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