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In der heutigen Podcast-Folge geht es um Ambivalenz zur Recovery. Also die widersprüchlichen Gefühle, über die niemand spricht.
„Ich will gesund werden, aber …“ Dieser Satz endet nie positiv. Die Scham folgt meistens sofort nach diesem Gedanken. Dabei ist Ambivalenz zur Heilung völlig normal.
Deine Essstörung hat Dir gedient. Klare Regeln in chaotischen Zeiten. Kontrolle über unkontrollierbare Gefühle sowie Identität und Struktur. Manchmal vermisst Du diese Klarheit. Das macht Dich nicht schwach.
Recovery ist anfangs chaotischer als die Krankheit. Ohne Regeln musst Du täglich entscheiden. Ohne die Essstörung als Ausrede stehst Du nackter da. Das erschreckt einen anfangs natürlich.
Die verbotenen Gedanken
„Manchmal vermisse ich meine Essstörung.“ Dieser Gedanke löst Panik aus. Du denkst vielleicht, Du willst nicht gesund werden. Doch das ist falsch. Du hast einfach Angst vor Veränderung.
Die Essstörung war Dein Schutz vor echter Verantwortung. Vor Lebensentscheidungen. Vor der eigenen Macht. „Krank“ ist manchmal einfacher als „frei“.
Wer bist Du überhaupt ohne die Essstörung? Diese Frage kann Dich jahrelang terrorisieren. Denn Du warst jahrelang die Person mit dem Problem. Jetzt sollst Du auf einmal die Person mit dem Leben sein? Dass sich das komisch anfühlt, ist doch ganz normal.
Im Podcast erfährst Du, wie Du mit dieser Grauzone umgehst. Denn eine Recovery verläuft nicht linear. Rückfälle gehören zum Ambivalenz-Prozess. Zudem musst Du auch nicht 100 % motiviert sein. Es ist viel wichtiger, die Dinge einfach zu machen, egal ob mit oder ohne Motivation. Denn „Ich mache es trotzdem“ funktioniert oftmals viel besser als „Ich will es“. Also das Handeln steht vor dem Fühlen. Das heißt, auch wenn es sich nicht gut anfühlt, machst Du etwas. Kleine Schritte statt perfekter Motivation.
Jeder Schritt zählt. Auch die mit Zweifeln. Auch die rückwärts. Auch die seitlich. Bewegung ist besser als Stillstand.
Du musst die Recovery nicht lieben, um sie zu machen. Du musst sie nur machen.
Ich freue mich darauf, Dich in der Folge zu begrüßen.
Bis gleich, Deine Janina
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