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Du wachst morgens auf und der erste Gedanke ist Essen. Was darfst Du heute essen. Was auf keinen Fall. Du teilst alles ein in gesund und ungesund, in sicher und nicht sicher. Abends schläfst Du mit einem schlechten Gefühl ein und wachst mit dem gleichen schlechten Gefühl wieder auf. Morgen wird alles anders, sagst Du Dir. Aber morgen fängt das Gleiche von vorne an.
Anna kennt diesen Kreislauf. Jahrelang war ihr Kopf nur mit Essen beschäftigt. Gesund hier, ungesund dort. Manche Lebensmittel wurden zu Angstlebensmitteln. Und wenn sie dann doch davon aß, musste es alles sein. Dieses klassische Alles oder Nichts. Weil danach ja wieder das Verbot kam.
Bis sie etwas verstanden hat, das alles veränderte.
Anna erzählt in dieser Folge von der Tellerübung, die sie bis heute nicht vergessen hat. Wie aus einem Teller mit einem großen Rand voller unsicherer Lebensmittel ein Teller wurde, auf dem es nur noch die Mitte gibt. Sie spricht darüber, wie die Lebensmittel ihren Reiz verloren haben, als sie sich erlaubt hat, alles zu essen. Wie sie wieder gelernt hat, Hunger und Sättigung zu spüren. Und was passiert, wenn man anfängt, mit seinem Körper zusammenzuarbeiten statt gegen ihn.
Anna spricht auch ehrlich über Rückfälle. Darüber, wie Wegschauen alles nur schlimmer macht. Und warum ein Rückfall nicht bedeutet, dass alles umsonst war.
Wenn Du Dich danach sehnst, dass Essen einfach nur so eine Sache ist, die nebenbei läuft, dann hör gerne rein.
Deine Anna und Janina
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