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„Wie geht’s Dir?“ „Gut, und Dir?“ Du sagst das zum dritten Mal diese Woche. Du lächelst dabei. So überzeugend, dass Du es fast selbst glaubst.
Nach außen läuft bei Dir alles. Der Job, die Noten, der Sport, die aufgeräumte Wohnung. Vielleicht bekommst Du sogar Komplimente. Für Deine Disziplin. Für Dein „gesundes“ Leben. Das macht alles noch schwerer. Denn niemand ahnt, wie sehr Du innerlich kämpfst.
Ich kenne das so gut. Bei mir war jahrelang alles geordnet. Studium, Job, Wohnung. Und innerlich war ich täglich verzweifelt. Ich dachte lange, mein Perfektionismus wäre meine Stärke. Doch er war Teil der Krankheit.
Diese Fassade ist kein Charakterfehler. Sie ist ein Schutz. Vor Urteilen, vor Scham, vor der Angst, dass jemand eingreift. Aber sie hat einen Preis. Wer ständig eine Rolle spielt, hat nie Feierabend. Und Du kannst von Menschen umgeben sein und Dich trotzdem vollkommen allein fühlen. Weil niemand die echte Version von Dir kennt.
In dieser Folge nehme ich Dich mit in dieses Doppelleben. Warum wir die Fassade bauen. Was sie uns wirklich kostet. Und wie ein erster, kleiner Riss aussehen darf. Keine große Beichte. Kein perfekter Plan. Der erste Schritt ist so leise, dass ihn niemand außer Dir mitbekommen muss.
Du musst nicht bereit sein. Du darfst einfach nur ehrlich sein. Und auch wenn Dein Doppelleben schon viele Jahre alt ist, es ist nie zu spät, damit aufzuhören, allein zu kämpfen.
Wenn Du Dich hier wiederfindest, ist diese Folge für Dich. Ich lade Dich ein, reinzuhören.
Deine Janina.
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