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Ich kenne diesen Blick in den Spiegel. Den, bei dem man nicht einfach schaut, sondern sucht. Sucht, was nicht stimmt. Sucht, was korrigiert werden muss. Und es immer findet. Immer.
Vielleicht kennst Du das auch. Die Hände, die morgens über den Bauch tasten. Die Hose, die heute enger sitzt als gestern. Der Vergleich mit der Frau im Café, der nie gut ausgeht. Und dieser Gedanke: „Wenn mein Körper anders wäre, wäre alles anders.“
Ich habe jahrelang so gedacht. Mein Körper war mein Projekt. Mein Problem. Mein Feind. Und ich habe geglaubt, dass ich irgendwann lernen muss, ihn zu lieben. Erst dann wird es besser.
Aber das stimmt nicht. Und ich werde Dir in dieser Folge auch nicht sagen, dass Du Deinen Körper lieben sollst. Das wäre gelogen. Weil das kein Schalter ist, den man umlegt. Was ich Dir stattdessen zeige, sind sechs konkrete Schritte, die Dich von Feind zu neutral bringen. Und neutral klingt vielleicht klein. Aber es ist riesig. Neutral bedeutet, morgens aufzustehen und nicht sofort zu bewerten. Neutral bedeutet, zehn Minuten lang nicht an Deinen Körper zu denken. Neutral bedeutet, vor dem Spiegel zu stehen ohne Urteil.
Diese sechs Schritte fordern keine Liebe von Dir. Sie fordern Respekt. Für einen Körper, der Dich jeden Tag trägt. Der atmet, verdaut, heilt und funktioniert, auch wenn Du ihn nicht gut behandelst. Und sie verändern nicht Deinen Körper. Sie verändern Deine Beziehung zu ihm.
Wenn Du es leid bist, jeden Tag gegen Deinen eigenen Körper zu kämpfen, ist diese Folge für Dich.
Bis gleich, Deine Janin
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