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Ich hatte mal 50 Paar Schuhe. Nach jedem schwierigen Tag eine neue Hose. Ich dachte, ich kaufe mir etwas Schönes. Ich wusste damals nicht, dass ich mir Ablenkung kaufte. Kurze Erleichterung. Ein Hochgefühl, das genau so lange hielt wie das Auspacken des Pakets. Und danach? Leer. Wieder.
Vielleicht kennst Du das auch. Das Scrollen abends auf Zalando oder Amazon. Der Klick, der sich anfühlt wie ein kurzer Atemzug. Das Warten auf das Paket. Das Öffnen. Und dann dieses Gefühl danach, das so vertraut ist. Die Scham. Die Leere. Das Versprechen, dass es das letzte Mal war.
Kommt Dir das bekannt vor? Nicht nur vom Shoppen. Sondern auch vom Essen.
Das ist kein Zufall. Kaufsucht und Essstörung sehen von außen komplett verschieden aus. Aber von innen fühlen sie sich erschreckend ähnlich an. Derselbe Kreislauf. Dasselbe kurze Hoch. Dieselbe Scham danach. Dieselbe Heimlichkeit. Und dieselbe Frage, die sich nie beantwortet: Warum kann ich nicht aufhören?
Weil beide versuchen, dasselbe Loch zu füllen. Mit Essen. Mit Paketen. Mit Kontrolle. Aber das Loch ist nicht Hunger nach Essen oder nach Dingen. Es ist Hunger nach etwas, das von innen kommen muss. Und solange man das nicht anschaut, wechselt der Schmerz nur seinen Ausdruck.
Heute reise ich mit einem Handgepäckkoffer um die Welt. Nicht weil Minimalismus gerade trendy ist. Sondern weil ich gelernt habe, dass die Dinge das Loch nie gefüllt haben. Und das Essen auch nicht.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum Kaufsucht und Essstörung so oft zusammen auftreten. Was sie verbindet. Und was wirklich hilft, wenn Du merkst, dass Du Gefühle mit Konsum betäubst.
Wenn Du Dich hier wiederfindest, ist diese Folge für Dich.
Bis gleich, Deine Janina
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