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Kannst Du Dich erinnern, wann Du das letzte Mal wirklich nichts getan hast? Einfach nur dagesessen. Ohne To-Do-Liste im Kopf. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne das Gefühl, Du müsstest jetzt eigentlich noch irgendwas erledigen.
Ich konnte das jahrelang nicht. Stillsitzen war für mich wie eine Strafe. Immer musste ich in Bewegung sein. Immer produktiv. Immer beschäftigt. Weil Ruhe sich angefühlt hat wie Versagen. Und weil mein Gehirn sofort mit Sätzen wie, wenn Du jetzt nichts tust, verbrennst Du keine Kalorien. Wenn Du nichts leistest, bist Du nichts wert.
Vielleicht kennst Du das auch. Dieses Gefühl, dass Du Dir erst Ruhe verdienen musst. Dass Pause gleich faul bedeutet. Dass Du nur dann okay bist, wenn Du funktionierst. Und irgendwann merkst Du gar nicht mehr, wie erschöpft Du eigentlich bist. Weil Weitermachen sich sicherer anfühlt als Innehalten.
Dieser innere Antreiber und die Essstörung arbeiten zusammen. Die Essstörung braucht Deine Erschöpfung. Sie braucht, dass Du keine Zeit hast, hinzuschauen. Dass Du Deinen Hunger nicht spürst. Dass Du keine Gefühle fühlst. Solange Du rennst, muss sich nichts ändern.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum Ruhe kein Luxus ist, sondern Medizin. Warum Stillsitzen manchmal mehr Mut braucht als Weitermachen. Und wie Du Dir Schritt für Schritt die Erlaubnis geben kannst, einfach nur da zu sein. Ohne etwas zu leisten. Ohne Dich dafür zu rechtfertigen.
Wenn Du gerade so müde bist, aber trotzdem nicht aufhören kannst, ist diese Folge für Dich.
Deine Janina
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