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Du stehst vor dem Supermarktregal. Es geht um Joghurt. Nur um Joghurt. Und trotzdem drehst Du Dich im Kreis. Dieser oder der andere. Was hat weniger Kalorien? Was ist sicherer? Was passt zum Rest des Tages? Du stehst da und Dein Kopf arbeitet, als würde es um alles gehen. Und von außen sieht es aus wie nichts.
Vielleicht kennst Du das. Dass Du abends im Bett liegst, komplett fertig, und nicht erklären kannst, warum. Es ist ja nichts passiert. Kein Drama, keine Krise. Aber Dein Kopf hat den ganzen Tag Vollzeit gearbeitet. Für Entscheidungen, die eigentlich keine sind. Was esse ich? Wann esse ich? Gehe ich mit zum Essen oder sage ich ab? Und jede einzelne davon hat sich angefühlt, als gäbe es eine richtige und eine falsche Antwort. Und als würdest Du garantiert die falsche wählen.
Ich kenne das so gut. Diese Erschöpfung, die niemand sieht. Dieses endlose Abwägen im Kopf, das nie aufhört. Und dieses Gefühl, wenn jemand sagt: „Triff doch einfach eine Entscheidung“. Als wäre es so leicht. Als würde man es sich aussuchen.
Aber das tust Du nicht. Das ist kein Charaktermerkmal. Das ist, was eine Essstörung mit einem Gehirn macht, das zu viel trägt. Jede kleine Entscheidung wird gegen ein Regelsystem geprüft, das Du nie bewusst aufgestellt hast. Und das kostet Energie. Viel mehr, als irgendjemand von außen ahnt.
In dieser Folge gebe ich dem einen Namen, was Du vielleicht schon lange spürst, aber nie in Worte fassen konntest. Wir schauen uns an, warum selbst banale Entscheidungen Dich so auslaugen. Und was Dir helfen kann, den inneren Lärm ein bisschen leiser zu machen.
Wenn Du Dich abends fragst, warum Du so erschöpft bist, obwohl nichts passiert ist, dann ist diese Folge für Dich.
Bis gleich Deine Janina
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