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Ich hatte irgendwann einfach keinen Bock mehr auf die Essstörung. Und gleichzeitig hatte ich keine Ahnung, wie ich da rauskommen sollte. Vielleicht kennst Du dieses Gefühl. Du weißt, dass es so nicht weitergehen kann, aber Du weißt auch, dass Du es schon so oft versucht hast.
Ich habe in dieser Zeit gegen die Essstörung gekämpft, wie man gegen einen Feind kämpft. Ich habe sie gehasst und verflucht. Sie blieb trotzdem. Rückblickend war das einer der Gründe, warum sie so lange blieb.
In dieser Folge erzähle ich Dir von drei Dingen, die bei mir wirklich etwas verändert haben. Eins davon war eine Frage, die mir eine Heilpraktikerin gestellt hat. Ich habe sie damals zum ersten Mal wirklich an mich herangelassen. Als ich sie dann ehrlich beantwortet habe, musste ich mir etwas eingestehen, was ich lange vor mir selbst versteckt hatte. Es hat mit dem zu tun, was die Essstörung mir gegeben hat. Und ja, sie hat mir etwas gegeben. So krank das klingt.
Ich erzähle Dir auch von meinen Salzstangen. Freitags und samstags, mit festen Uhrzeiten. Das war eine meiner Regeln, und ich habe sie jahrelang nicht als das gesehen, was sie war. Und genau das hat mir später gezeigt, warum Loslassen ohne Hinsehen gar nicht möglich ist.
Und ich nehme Dich mit zu dem Abend, an dem ich zum ersten Mal wieder Vorfreude gespürt habe statt Angst. Gemerkt habe ich das erst hinterher.
Mein Weg ist nicht Dein Weg. Aber vielleicht ist etwas dabei, das auch bei Dir etwas in Bewegung bringt.
Wenn Du Dich hier wiederfindest, ist diese Folge für Dich. Ich lade Dich ein, reinzuhören.
Deine Janina
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